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Autor:

Detlef Gallasch

 

Pfarrer in der Evangelischen

Stadtmission

 

Foto: Jens Memmesheimer

 

 

 

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Das Familienmagazin für Darmstadt und Umgebung

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Rituale im Advent

 

Kerzen, Kranz, Tannenbaum

 

Die Adventszeit ist die Zeit, in der wir Lichter anzünden, zum Beispiel am Adventskranz; erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier… Dieses Ritual gefällt mir unheimlich gut: Wenn draußen die Tage immer dunkler werden und die Nächte immer länger dauern, stecken wir drinnen Kerzen an.

 

Das soll uns daran erinnern, dass Gott uns nicht alleine lässt. Er kommt zu uns wie ein Licht in der Finsternis. Die Kerzen, die wir im Advent anzünden, sind Hoffnungszeichen: Egal, wie bedrohlich und dunkel diese Welt wird, glauben wir, dass Gott ein Licht aufleuchten lässt.

 

Dass die dunkle Jahreszeit vorbeigehen wird, wissen wir allerdings auch ohne Ritual, denn das ist ein Naturgesetz: Nach dem Winter kommt der Frühling, da werden die Tage wieder länger und die Sonne scheint. Das muss so sein, es geht gar nicht anders. Aber dunkel und finster ist es ja oft auch im übertragenen Sinn: Da macht uns etwas schlimme Sorgen und Angst, wir fühlen uns einsam oder haben schreckliche Wut, und es fühlt sich in uns drin finster an.

 

Von dieser Sorte Finsternis wissen wir eben nicht, ob und wann sie vorbeigeht. Hier hilft leider kein Naturgesetz, dass uns sagt, dass es wieder heller werden muss. Aber hier hilft das Ritual: Die Kerze, die wir anzünden, erinnert uns mit ihrer kleinen, warmen Flamme daran, dass Gott immer noch da ist, auch wenn es finster wird. Er kommt zu uns und lässt uns nicht allein, wenn es dunkel in uns wird und wir Angst haben...

 

 

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