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Autorin:

Dr. Antje Hesse

 

Zahnärztin

in Darmstadt, spezialisiert auf Kinderzahnmedizin

 

 

 

 

 

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Das Familienmagazin für Darmstadt und Umgebung

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Grundlagen schaffen für gesunde Zähne

 

Zehn wertvolle Tipps für Ihr Kind

 

Gesunde Milchzähne sind die Grundlage für lebenslang gesunde, bleibende Zähne.  Ein wesentlicher Grund dafür sind die unterschiedlichen Durchbruchszeiten der bleibenden Zähne.

 

Während die ersten bleibenden  Zähne im Alter von etwa 6 Jahren erscheinen, brechen die letzten erst im Alter von 10 bis 12 Jahren durch. In der Zwischenzeit stehen bleibende Zähne dicht an dicht neben den Milchzähnen. Sollten die Milchzähne Karies haben, werden die verursachenden Bakterien aufgrund des feuchten Milieus in der Mundhöhle auch auf die bleibenden Zähne übertragen. Begünstigt wird dies u.a. durch eine mangelhafte Mundhygiene, einen hohen Zucker- und Säurekonsum oder dem fehlenden Nachputzen. Da Karies durch Speichel übertragen werden kann, sind auch die Eltern angehalten, auf ihre eigenen Zähne zu achten. Ein einfaches „Löffel oder Schnuller ablecken“ kann eine Übertragung von Kariesbakterien ermöglichen.

 

Wir möchten Ihnen nachfolgend ein paar wichtige Hinweise geben, um die Gesunderhaltung der Zähne Ihrer Kinder sicherzustellen.

 

1. Sobald der erste Milchzahn kommt, sollte dieser morgens und abends geputzt werden.

 

2. Bitte verwenden Sie hierfür eine fluoridhaltige Zahnpasta für Kinder (maximal 500ppm Fluorid). Die Fluoretten vom Kinderarzt sollten dann weggelassen werden.

 

3. Bitte achten Sie auf die richtige Menge an Zahnpasta. Kinder unter einem Jahr sollten eine erbsengroße Menge pro Tag zu sich nehmen (ein Hauch Zahnpasta morgens und abends, zusammen genommen eine erbsengroße Menge – diese kann auch geschluckt werden). Kinder über einem Jahr sollten eine erbsengroße Menge Zahnpasta morgens und eine erbsengroße Menge abends verwenden.

 

4. Kinder dürfen erst allein und selbstständig Zähneputzen, wenn sie flüssig Schreibschrift schreiben können. Das ist meist im Alter von etwa 8 Jahren der Fall.

 

5. Versuchen Sie, die Kinderzähne nach der KAI-Putztechnik zu putzen. Das bedeutet: Erst die Kauflächen, dann die Außenflächen und anschließend die Innenflächen der Zähne. Eine genaue Anleitung erhalten Sie bei Ihrem Kinderzahnarzt. Dort wird auch das Putzen mit den Kindern ab 6 Jahren geübt.

 

6. Verwenden Sie täglich abends Kinderzahnseide für sehr eng stehende Zähne. Über die Anschaffung und Anwendung klärt Sie das Praxisteam und der Kinderzahnarzt auf.

 

7. Bitte achten Sie auf die Getränke. Das beste Getränk für Kinder ist und bleibt Wasser. Auch ungesüßter Tee ist gesund. Vermeiden Sie Säfte, Schorlen, Limonaden, Wasser mit Geschmack o.ä., da diese oft viel Zucker und aggressive Säuren enthalten. Auch Milch ist aufgrund der Kombination von Milchzucker und Milchsäure für Kinderzähne ungesund. Ein nächtliches Milchtrinken verursacht zu nahezu 100 Prozent Karies im Milchgebiss. Eine Vollnarkosebehandlung ist dadurch bei Kleinkindern meist unausweichlich.

 

8. Achten Sie auf eine gesunde ausgewogene Ernährung Ihres Kindes. Frisches Obst, Vollkornbrot und Gemüse enthalten genau die Nährstoffe, die Ihr Kind zur optimalen Entwicklung benötigt. Wir nennen solche Lebensmittel kauaktiv, da sie kräftig gekaut werden müssen, dadurch viel Speichel gebildet wird und die Speisereste damit am Zahn nicht so kleben bleiben.

 

9. Ein zuckerfreier Vormittag ermöglicht dem Speichel seine Funktionen der Reinigung, Pufferung der Säuren und Mineralisierung der Zähne optimal wahrzunehmen. Nach dem Frühstück bitte Zähne putzen und ab dann bis mittags nur gesunde kauaktive Lebensmittel zu sich nehmen.

 

10. Wenn das Kind nascht, dann lieber einmal am Tag und dann gleich etwas mehr (und möglichst danach Zähne putzen).

Und last but not least: Der regelmäßige Besuch beim Kinderzahnarzt ab dem ersten Zahn sollte  mindestens alle 6 Monate erfolgen. Spielerisch wird Ihr Kind an eine normale Behandlungssituation herangeführt. Zur Vorbereitung auf den ersten Zahnarztbesuch eignen sich gute Kinderbücher wie z.B. „Blitzeblank sind alle meine Zähne“.

 

 

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