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Autoren:

Dr. Annika Adami

u. Dr. Alexander Uhse

 

Sie sind Kieferorthopäden
in Darmstadt und beide verheiratet.
Annika Adami ist
Mutter von zwei Kindern,

Alexander Uhse
Vater von vier Kindern

 

 

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Das Familienmagazin für Darmstadt und Umgebung

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Moderne Kieferorthopädie

So hängen Zähne und Körperhaltung zusammen

 

In der kieferorthopädischen Funktionsdiagnostik stellen die Beziehungen zwischen der Zahnstellung und der Körperhaltung ein neues diagnostisches Gebiet dar.

 

Lange Zeit wurden der Kiefer und der restliche Körper als solitäre Funktionseinheiten betrachtet. Jedoch rückt eine ganzheitliche Medizin, das heißt den Patienten als Gesamtheit zu erfassen, zusehends in den Vordergrund der heutigen Medizin.

 

Der menschliche Bewegungsapparat verfügt über komplexe Zusammenhänge, von denen viele erst in den letzten Jahren erforscht wurden und nun in die medizinische Praxis einfließen. So haben insbesondere die Stellung des Kopfes und der Halswirbelsäule einen großen Einfluss auf die Lage des Unterkiefers. Zum Beispiel weisen Patienten, die den Kopf zu weit nach vorne halten, öfter einen Rückbiss auf, und weiterhin haben Patienten mit einer Wirbelsäulenkrümmung häufiger einen Kreuzbiss.

 

Es besteht ein Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Gebissanomalien und Fehlhaltungen der Wirbelsäule sowie einer mangelnden Körperspannung.

 

Dies lässt sich unter anderem über viele verschiedene auf- und absteigende Muskelgruppen erklären. In verschiedenen Studien hat sich gezeigt, dass durch Zahnstellungsveränderungen die Haltung einzelner Wirbelsäulenareale verbessert werden konnten.  Bei Kindern ist die Korrektur der Kieferfehllage sowie der Körperfehlhaltung noch recht gut zu beeinflussen. Eine Korrektur der Zahnfehlstellung sollte daher bereits im Kindesalter durch kieferorthopädische Maßnahmen erfolgen, so dass Fehlstellungen im Kieferbereich nicht langfristige Auswirkungen auf den Haltungs- und Bewegungsapparat haben.

 

Bei einer kieferorthopädischen Erstuntersuchung der Kinder sollten daher wichtige Nebenbefunde, wie Mundatmung, Körperfehlhaltungen sowie fehlende Muskelspannung im Kopf-Halsbereich stets in die Behandlungsplanung miteinbezogen werden.

 

Bei vorliegenden Fehlhaltungen sollte dann der Kieferorthopäde eng mit dem Physiotherapeuten und Osteopathen zusammenarbeiten, da dies für den Erfolg einer Behandlung von weitreichender Bedeutung ist.

 

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