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Autor:

Alexander Maslankowski

 

Er ist Sozialpädagoge, Supervisor und Regionalleiter beim

Projekt Petra. Er ist verheiratet und hat

eine Tochter.

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Das Familienmagazin für Darmstadt und Umgebung

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Familiäre Bereitschaftsbetreuung

Geborgenheit in der Krise

 

Manchmal gibt es Situationen, in denen kleine Kinder nicht mehr in ihrer Familie bleiben können. Zum Beispiel, weil die Eltern überfordert sind oder weil eine Krankheit keine andere Möglichkeit zulässt.

 

Gerade für sehr kleine Kinder ist es in solchen Fällen wichtig, dass sie feste Bezugspersonen haben und ad hoc in ein liebevolles, familiäres Umfeld wechseln können. Dafür gibt es die Familiäre Bereitschaftsbetreuung (FBB). Sie geben Säuglingen, Kleinkindern und Kindern von 0 bis 6 Jahren ein vorübergehendes Zuhause in ihrer Familie. In vielen Fällen dient die Unterbringung auch zur Abklärung, welche Beeinträchtigungen das Kind mitbringt und welche Perspektiven es gibt. Kann es beispielsweise zu seinen Eltern zurück oder muss nach einer anderen, dauerhaften Unterbringung gesucht werden.

 

Das Kind braucht in dieser Situation viel Unterstützung und Menschen mit Anteilnahme und Geduld. Die Bereitschaftsbetreuungsfamilien betreuen das Kind solange, bis eine Lösung gefunden worden ist. Dies kann wenige Wochen aber auch mehrere Monate dauern. Der Kontakt zu den Eltern soll dabei möglichst bestehen bleiben. Menschen können unabhängig von ihrem Familienstand als Familiäre Bereitschaftsbetreuung tätig sein. Voraussetzung ist in erster Linie ein intaktes Familienleben. Das Jugendamt wird sich grundsätzlich von der persönlichen Eignung überzeugen. Entscheidend ist auch die Lebenseinstellung, die Motivation zur Aufnahme eines Kindes und der Umgang mit schwierigen Situationen. Die körperliche und seelische Gesundheit sowie Belastbarkeit sind weitere wichtige Auswahlkriterien.

 

Erwartet werden zudem Offenheit und Toleranz gegenüber fremden Verhaltensweisen. Eine pädagogische Ausbildung ist nicht erforderlich. Die Bereitschaftsbetreuungsfamilien werden im Alltag nicht alleine gelassen. Das Jugendamt, der Pflegekinderdienst oder auch ein freier Träger schult und betreut zudem fortlaufend, denn Bereitschaftsbetreuung ist eine zwar erfüllende, aber auch anspruchsvolle Aufgabe, die natürlich entsprechend finanziell entlohnt wird.

 

Der Bedarf an Bereitschaftbetreuung steigt stetig an. Damit künftig kleine Kinder nicht in Heimen untergebracht werden müssen, braucht es weiterhin Familien, die sich entschließen diesen Kindern ein Zuhause auf Zeit zu geben.

 

 

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