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Autorin:

Kathrin Reis

 

Vojtatherapie für Säuglinge, Kinder, Jugendliche

und Erwachsene, Manuelle Therapie nach dem Maitland-Konzept

 

 

 

 

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Das Familienmagazin für Darmstadt und Umgebung

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Die Entwicklung eines Babys

 

Wie kann ich mein Baby fördern?

 

Das Kinderzimmer ist eingerichtet, kleine Strampler füllen den Kleiderschrank und das Mobile dreht sich langsam über dem Babybettchen. Alles ist bereit für den Familienzuwachs.

 

Doch was braucht das Kleine noch? Die Auswahl an Tragetüchern, Babywippen, Kinderwägen,  Greif- und Lernspielzeuge ist groß.

Wenn man sich die motorische Entwicklung des Kindes im ersten Lebensjahr anschaut, dann sieht man, die Kleinen brauchen nicht viel. Eine Krabbeldecke und ein bisschen Spielzeug zum Greifen sind anfangs schon ausreichend.

 

Im 1. Trimenon – ein Trimenon ist eine Zeiteinheit von 12 Wochen – zeigen die Kinder große Bewegung mit dem ganzen Körper. Das Fixieren mit den Augen, das Strampeln mit den Beinen und das Anheben und Tragen des Köpfchens in Bauchlage sind Meilensteine dieses Alters. In meiner Praxis erlebe ich viele Eltern, die Angst davor haben ihr Kind auf den Bauch zu legen.

 

Zum Schlafen auf den Rücken, aber zum Spielen auf den Bauch. Anfangs fällt es den Kindern oft  schwer. Der Kopf ist im Verhältnis zum Körper riesig, und es kostet viel Kraft, ihn alleine zu tragen, aber mit einiger Übung gelingt es immer besser.

 

Das 2. Trimenon – 4. bis 6. Monat – ist geprägt vom Stützen und Greifen. Die Kinder trainieren in Bauchlage alle Muskeln des Körpers, üben das Gleichgewicht und die Koordination. Auch ist die Bauchlage die Position, um die Reifung der Hüften zu unterstützen und um Schädelasymmetrien zu vermeiden.

 

Im 3. Trimenon – 7. bis 9. Monat – entdecken die Kinder so langsam die erste Fortbewegung im Form vom Robben und später mit dem Krabbeln. Um den Raum nach oben zu erkunden, nutzen sie diese Fertigkeiten für die Fortbewegung in der „Höhe“ im 4. Trimenon – 10. bis 12. Monat – bis zum freien Laufen.

 

Welche Babygeräte machen nun Sinn? Aus physiotherapeutischer Sicht nicht sehr viele! Die Entwicklung des Kindes wird angetrieben von der Neugierde, von Ausprobieren und Entdecken, bis es dann endlich klappt. Sie als Eltern können Ihre Kinder mit Locken, Ermutigen und großem Lob fördern, aber leider kann man den Kindern ihre motorische Entwicklung nicht abnehmen.

 

Ein Beispiel ist etwa das Sitzen: Für Kinder, die noch nicht selbständig zum Sitzen kommen und hingesetzt werden, kann das passive Hinsetzen problematisch für die Wirbelsäule sein. So zeigt sich, dass die Muskulatur die zu früh eingenommene aufrechte Postion noch nicht selbständig halten kann, die Kinder sacken zusammen, was zu einer starken Belastung der Lendenwirbelsäule führt.

 

Um Ihr Kind in seiner natürlichen motorischen Entwicklung zu fördern, lassen Sie ihm Zeit. Die Kinder entwickeln sich in ihrem eigenen Rhythmus. Manche sind schneller, andere gemütlicher und langsamer. Beides dürfen Kinder sein.

 

Lassen Sie die Kinder alleine zur Aufrichtung kommen. Alles, was Sie passiv für Ihr Kind machen, wie hinsetzen, hinstellen, hochziehen, laufen üben etc., kann zu früh für die Muskulatur und somit eine große Belastung der Wirbelsäule und Gelenke sein.

 

Fördern Sie es von beiden Seiten. Bevorzugt Ihr Kind im ersten Lebensjahr eine Seite vermehrt, könnte das ein Zeichen für eine Asymmetrie sein. Fragen Sie dazu Ihren Kinderarzt.

Vertrauen Sie Ihrem Kind. Es weiß intuitiv, wann es bereit für den nächsten Entwicklungsschritt ist.

 

 

 

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