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Autorin:

Helga Schmidtke

 

Sternenkinder-bestatterin

 

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Das Familienmagazin für Darmstadt und Umgebung

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Sternenkinder

 

Wohin mit Schmerz und Trauer?

 

Ein Kind wurde vielleicht still geboren oder musste diese Welt auf Grund einer Erkrankung bald schon wieder verlassen. Vielleicht hat die Familie aber auch gerade erst eine Diagnose erhalten.

 

Es gibt viele Betroffene und doch finden diese oft im direkten Umfeld keinen sicheren Raum für ihren Schmerz und ihre Trauer.

 

Wenn ein Kind stirbt oder eine Diagnose erhält, bleibt die Welt stehen- und zwar nicht nur für einen kurzen Augenblick, sondern für eine unendlich lange Zeit-vielleicht auch für immer. Ganze Familiensysteme erstarren und versuchen irgendwie zu überleben.

 

Das Gefühl, die Situation hüten und schützen zu wollen wie einen kostbaren Kristall und auf der anderen Seite aber nicht zu wissen, wohin mit der Trauer, all das sind Emotionen, die Betroffene kennen. Stirbt ein Kind, gehen Mann und Frau unterschiedliche Wege der Trauer. Häufig kommt es dann zu Missverständnissen, weil der eine den anderen nicht versteht.

 

Plötzlich stehen Fragen im Raum, über die sich in Zeiten der Vorfreude niemand Gedanken gemacht hat:

 

• Wie gehe ich mit Geschwisterkindern um? Wie erkläre ich, dass der Bruder oder die Schwester diese Erde schon wieder verlassen muss?

 

• Nehme ich unser verstorbenes Kind noch einmal mit nach Hause, um es dort - im geschützten Familienkreis - verabschieden zu können?

 

• Welche Bestattungsart wählen wir als Familie für unser Kind?

Sich in dieser Phase vom Zeitpunkt der Diagnosenstellung über die Geburt, Verabschiedung, Bestattung und die anschließende Trauerarbeit in die schützenden Händen achtsamer Menschen zu begeben ist ein Geschenk.

 

In der Trauer geht das SICH FÜHLEN verloren. Wir versuchen, irgendwie zu „überleben“, den Schmerz auszuhalten um nicht daran zu zerbrechen. Doch genau diese Strategie wird uns irgendwann einmal einholen und sie wird aufbrechen. Denn das  Leben will gefühlt werden, in all seinen Facetten und mit all seinen Emotionenen. Denn all dies gehört zum Leben dazu. Tag und Nacht, Hell und Dunkel, Arm und Reich, Glück und Schmerz - das eine geht nicht ohne das andere.

 

 

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